Energielexikon

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A

Abgassystem

Das Abgassystem ist Teil einer Wärmeerzeugungsanlage, die
auf Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen
Brennstoffen basiert. Es besteht aus der Abgasleitung sowie
dem Verbindungsstück zur Feuerstätte und hat die Aufgabe,
die Abgase über das Dach ins Freie zu leiten.

Abgasverluste

Abgasverluste sind Teile der nicht genutzten Energie des
eingesetzten Brennstoffs (z. B. Heizöl oder Erdgas). Wenn Abgase mit
sehr hohen Temperaturen durch den Schornstein ungenutzt
abgegeben werden, spricht man von Abgasverlusten. Um diese
Temperaturen bzw. die Restenergie des Abgases größtenteils zu
nutzen, kommen Niedertemperatur- oder noch besser
Brennwertkessel oder Brennwertsysteme zum Einsatz.

Auskühlverluste

Auskühlverluste sind Teile der nicht genutzten Energie.
Auskühlverluste können entstehen, wenn bei der Abschaltung eines
Brenners der Heizkessel seine vorhandene Wärme durch die
Abgasleitung abgibt. Spezielle Klappen im Abgassystem oder in der
Zuluft des Brenners können dies deutlich reduzieren und damit die
Effizienz weiter steigern.

Absorber

Solarkollektoren wandeln die einfallende Sonnenwärme in nutzbare
Wärmeenergie um. Der Absorber überträgt diese an die
Solarflüssigkeit, die durch eine auf der Absorberfläche aufgelötete
Rohrschlange fließt. So bereitet die kostenlose Sonnenenergie
warmes Wasser zum Nulltarif.

B

Brenner

Ein Kernstück des Heizsystems. Der Brenner verbrennt Brennstoff mit
Luft und erzeugt so Wärme. Als Brennstoffe werden in der Regel
Heizöl oder Gas eingesetzt. Moderne technische Entwicklungen in der
Steuerung der Verbrennung haben die Schadstoff-Emissionen, die
dabei entstehen, auf ein Minimum gesenkt und die Wärmeausbeute
erheblich gesteigert.

Brennwert

Der Brennwert gibt den Energieinhalt eines Brennstoffes in
Kilowattstunden (kWh) an, der bei Verbrennung und anschließender
Abkühlung der Verbrennungsgase auf 25 °C erzeugt wird. Für Heizöl
liegt der Brennwert bei ca. 10,7 kWh/m³, für Erdgas bei ca. 11,5
kWh/Liter.

Brennwertsystem

Brennwertkessel stellen für den Privathaushalt die Spitze der
Heiztechnik dar – hohe Energieausnutzung, geringe
Schadstoffemission, trotzdem maßvolle Anschaffungskosten und
bestens erprobte Technologie. Brennwertkessel regeln ihre Wärme in
Abhängigkeit vom Wärmebedarf über die Außentemperatur und
nutzen zusätzlich die Abgaswärme, die bei anderen Systemen durch
den Schornstein verloren geht. Dabei entsteht im Brennwertkessel
Kondenswasser. Die eingebauten Wärmetauscher-Materialien sind
deshalb korrosionsbeständig. Die Effizienz solcher Brennwertsysteme
hat praktisch das theoretische Maximum erreicht – der Brennstoff wird
optimal ausgenutzt.

Brennwertkessel

Heizkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad. Der Brennwertkessel
hat einen so genannten Hochleistungswärmetauscher, der die im
Wasserdampf enthaltene Energie aus den Abgasen herauszieht und
als zusätzliche Wärme ins eigentliche Heizsystem leitet. Dadurch
erreicht der Brennwertkessel einen sehr guten Ausnutzungsgrad.

Bivalent

In einem bivalenten Heizsystem produzieren zwei Wärmeerzeuger die
zur Raumheizung und/oder Warmwasserbereitung benötigte
Wärmeenergie. Ein Beispiel ist die Kombination eines Gas-
Brennwertkessels mit einer Solarthermie-Anlage. Für die
Warmwasserbereitung wird dabei ein bivalenter Warmwasserspeicher
eingesetzt.
Darüber hinaus wird der Begriff “bivalent” auch in der
Wärmepumpentechnik verwendet. Hier dient er zur Beschreibung des
Parallelbetriebs einer Wärmepumpe und einem konventionell
betriebenen Heizgerät.

C

CO2

Kohlenstoffdioxid ist ein farb- und geruchloses und in den üblichen
Konzentrationen unschädliches Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff.
Es ist mit 0,04 % ein natürlicher Bestandteil der Luft. CO2 ist erst ab
sehr hohen Konzentrationen gefährlich. Unter 0,3 % ist es auch bei
dauernder Einwirkung gesundheitlich unbedenklich. Ab etwa 5%
können Schwindel und Bewusstlosigkeit auftreten und ab 8% wirkt es
in 30 bis 60 Minuten tödlich. Da Kohlenstoffdioxid zum Treibhauseffekt
beiträgt, stört ein Konzentrationsanstieg das Temperaturgleichgewicht
der Atmosphäre. Unnatürliche CO2-Quellen, wie die Verbrennung von
fossilen Brennstoffen, sind deshalb klimarelevant.

D

Digitale Brennertechnik

Brennerablauf und Brenner-Überwachung werden mit moderner
Mikroprozessortechnik unterstützt. Für den Anwender sind auf diesem
Wege viele Informationen leicht und schnell abzurufen. Auch
Servicetechniker erhalten im Digitalverfahren etliche
Zusatzinformationen für eine sichere und zügige Wartung.

Display

Digitale Anzeige an einem Regelgerät. Normalerweise werden LCD-Displays
(Liquid Crystal Display – Flüssigkeitskristall-Display) zur
besonders klaren und möglichst umfänglichen Darstellung der Info-
Texte eingesetzt.

E

Emissionen

Sammelbegriff für umweltbelastende Schadstoffe, die durch
konsequente Weiterentwicklungen in der Brennertechnik – Weishaupt
ist auf dem Brennermarkt Weltmarktführer – auf ein Minimum
reduziert sind. Insbesondere die Stickoxid-Emissionen
(Mitverursacher des sauren Regens) sind in den vergangenen Jahren
drastisch gesenkt worden. Ältere Heizsysteme können auch bei
störungsfreiem und kontrolliertem Lauf ihren Dienst nicht mehr auf
dem Stand der Möglichkeiten tun.

Energie-Ressourcen

Unterschieden wird zwischen endlichen Energiequellen einerseits, die
uns nur begrenzt zur Verfügung stehen, wie Öl oder Gas, und deshalb
äußerst sparsam verbraucht werden sollten, und sich ständig
erneuernden Energiequellen, wie Sonne, Wind oder Wasserkraft
(Erneuerbare Energien). Diese Ressourcen werden trotz vieler
Fortschritte auch auf längere Sicht – in wirtschaftlich vertretbarer
Weise und nennenswertem Umfang – nur einen kleinen Teil unseres
Energiebedarfs decken können.

Effizienz Gebäudehülle

Die Effizienz der Gebäudehülle bringt die Qualität des
Wärmeschutzes zum Ausdruck, d.h. die Wärmedämmung von Wand,
Dach und Boden, aber auch die energetische Qualität der Fenster.
Die Effizienz der Gebäudehülle ist die massgebliche Grösse zur
Beurteilung der Beheizung des Gebäudes. Sie wird durch den
Heizwärmebedarf beschrieben.

Effizienz Gesamtenergie

Die Effizienz der Gesamtenergie des Gebäudes setzt sich aus dem
Energiebedarf für Heizung und Warmwasser sowie einem
standardisierten Strombedarf zusammen, wobei die verschiedenen
Energieträger mit den nationalen Energie-Gewichtungsfaktoren
bewertet werden. Die aktuellen gewichteten Energiefaktoren finden
Sie unter www.endk.ch.

Endenergie

Als Endenergie bezeichnet man denjenigen Teil der Primärenergie,
welcher dem Verbraucher – nach Abzug von Transport- und
Umwandlungsverlusten – zur Verfügung steht. Das Heizöl im Öltank
im Keller oder der Strom in der Steckdose sind Formen von
Endenergie.

Endenergiebedarf

Das ist die Energiemenge, die für die Gebäudeheizung,
Lüftung und Warmwasserbereitung unter Berücksichtigung
des Heizwärmebedarfs und der Verluste des
Heizwärmesystems sowie der Warmwasseraufbereitung
aufgebracht werden muss. Die Endenergie bezieht die für den
Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.)
benötigte Hilfsenergie (i.d.R. Strom) mit ein und ist daher nach
den benötigten Energieträgern zu differenzieren. Die
Endenergie wird an der “Schnittstelle” Gebäudehülle
übergeben und stellt die Energiemenge dar, die
der Verbraucher für Heizung und Warmwasser bezahlt.

Energiebedarf

Der Energiebedarf ist ein rechnerisch standardisierter
Gebäudekennwert, der unter normierten Randbedingungen
(zum Beispiel Nutzerverhalten und Wetterbedingungen)
ermittelt wird.

Energiebedarf für Warmwasser

Energie, die dem Wassererwärmungssystem während eines
Jahres zugeführt werden muss, um den Wärmebedarf für
Warmwasser zu decken (bezogen auf die
Energiebezugsfläche; in MJ/m2). Der Energiebedarf für
Warmwasser setzt sich zusammen aus dem Wärmebedarf für
Warmwasser, den Verlusten bei der Wärmeerzeugung und
Wassererwärmung, bei der Wasserspeicherung und der
Wasserverteilung (inklusive der Warmhaltung der
Verteilleitungen) und den Ausstossverlusten.

Energiebezugsfläche

Summe aller ober- und unterirdischen Geschossflächen, die
innerhalb der thermischen Gebäudehülle liegen und für deren
Nutzung ein Beheizen oder Klimatisieren notwendig ist.
Geschossflächen mit einer lichten Raumhöhe kleiner als 1,0
m zählen nicht zur Energiebezugsfläche.

Energieettikette

Für die Klassierung in die Energieetikette werden die
berechneten Kennzahlen auf Standard-Kennzahlen
(Grenzwerte) nach SIA 380/1, SIA MB 2031 für Neubauten
bezogen.

Die Effizienz der Gebäudehülle ist das Verhältnis aus dem
effektiven Heizwärmebedarf bezogen auf den Grenzwert für
Neubauten gemäss Norm SIA 380/1 unter Berücksichtigung
des Formfaktors und der Temperaturkorrektur.
Die Effizienz der Gesamtenergie ist das Verhältnis aus dem
gewichteten Endenergiebedarf für Heizung, Warmwasser und
Elektrizität bezogen auf die Standard-Kennzahl berechnet mit
dem Beispielgebäude aus MB 2031 unter Berücksichtigung
der nationalen Energiegewichtungsfaktoren.

Klassen der Energieetikette nach SIA MB 2031:
Klasse A:        0 – 50%
Klasse B:    51 – 100%
Klasse C:  101 – 150%
Klasse D:  151 – 200%
Klasse E:  201 – 250%
Klasse F:  251 – 300%
Klasse G:       > 300%

Energiekennzahl und gewichtete Energiekennzahl

Die Energiekennzahl ist ein Mass für die gesamte, einem
Gebäude während eines Jahres netto gelieferte Energie,
bezogen auf die Energiebezugsfläche (MJ/m2). Im
einfachsten Fall entspricht sie der Summe der zugeführten
Endenergie. Normalerweise aber werden die Energieträger
(fossile, erneuerbare Energien oder Elektrizität) zur
Berechnung der Energiekennzahl unterschiedlich gewichtet –
man spricht dann von der gewichteten Energiekennzahl. Beim
Minergie-Nachweis beispielsweise wird Elektrizität doppelt so
hoch gewichtet wie Heizöl und zugeführte Sonnenenergie ist
wegen dem Gewichtungsfaktor 0 gar nicht Teil der
Energiekennzahl. Der SIA verwendet Primärenergiefaktoren
zur Gewichtung.

Energieträger

Energieträger wie z.B. Heizöl, Holzpellets, Erdgas, Elektrizität
geben bei Ihrer Umwandlung (z.B. Verbrennung) technisch
nutzbare Energie ab.

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch stellt die gemessene Energiemenge für
die Beheizung eines Gebäudes dar, die neben der
energetischen Qualität des Gebäudes auch die
unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten der Bewohner
(Anwesenheit, Raumtemperaturen, Lüftungsverhalten etc.)
und die aufgetretenen unterschiedlichen
Witterungsverhältnisse während der Messperiode abbildet.

Erdgas

Aus natürlichen Lagerstätten stammendes methanreiches,
brennbares Gas. Es enthält weniger Kohlenstoff als Heizöl
und setzt deshalb bei der Verbrennung etwas weniger CO2
frei.

Erneuerbare Energien

Energiequellen, die ohne Rohstoffquellen auskommen und
nach menschlichem Zeitmassstab gerechnet unbegrenzt zur
Verfügung stehen – im Gegensatz zu fossilen Energieträgern
wie Erdöl und Erdgas. Unter Erneuerbare Energien fallen die
Nutzung der Wasserkraft, Sonnenenergie, Umweltwärme,
Biomasse, Windenergie, erneuerbaren Anteile aus Abfall
sowie der Energie aus Abwasserreinigungsanlagen.

Expansionsventil

Baugruppe innerhalb einer Wärmepumpe. Zum einen senkt
das Expansionsventil den Druck und damit auch die
Temperatur eines Kältemittels ab, damit es Wärme am
Verdampfer aufnehmen kann, zum anderen regelt es den
Volumenstrom, damit nur so viel Kältemittel zum Verdampfer
gelangt, wie auch verdampft werden kann.

F

Feuerungsmanager

Unterstützung des Funktionsablaufs in der Verbrennung mit
moderner Mikroprozessortechnik. Für den Anwender stehen
viele zusätzliche Vorteile bereit. Auch die Servicetechniker
können ihre Arbeit zielgerichteter und schneller ausführen
(Digitale Brennertechnik).

Fernwärme

Wärme für Heizzwecke oder Industrieprozesse, die über
grosse Heisswasser- oder Dampfleitungen über grössere
Distanzen (über 1 km) verteilt wird. Vor allem sinnvoll bei
grossen Abwärmequellen (Kehrichtverbrennung) oder
Gewinnungsanlagen erneuerbarer Energie wie z.B. grosse
Holzfeuerungen. Bei kleineren Systemen spricht man auch
von Nahwärmesystemen oder Siedlungsheizungen.

Förderprogramme

http://www.dasgebaeudeprogramm.ch

http://www.energiefranken.ch

Fossile Energieträger

Alle Primärenergieträger, die aus organischen Stoffen im
Boden entstanden sind (Erdöl, Erdgas, Kohlenwasserstoffe,
Kohle usw.).

Fussbodenheizung

Bei einer Fussbodenheizung sind Heizwasserrohre im
Unterlagsboden verlegt. Je kleiner der Rohrabstand, desto
tiefere Vorlauftemperaturen sind möglich, was den
Wirkungsgrad verbessert.

G

Graue Energie

Allgemein bezeichnet man mit Grauer Energie den
kumulierten Energieaufwand zur Herstellung eines Produkts
oder zur Bereitstellung einer Dienstleistung. Inbegriffen sind
auch alle vorgelagerten Prozesse und Hilfsprozesse, vom
Rohstoffabbau über Transport-, Herstellungs- und
Verarbeitungsverfahren. Die Graue Energie eines Gebäudes
ist der kumulierte Energieaufwand für die Erstellung und den
Rückbau des Gebäudes inklusive dem kumulierten
Energieaufwand für allfällige Ersatzinvestitionen bei Ablauf
der Nutzungsdauer von Bauteilen. Die Graue Energie sollte
unter Annahme einer durchschnittlichen Gebäudelebensdauer
– respektive dessen einzelne Teile – durch eine
Energiemenge pro m2 und Jahr dokumentiert werden. Nicht
zur Grauen Energie gehört die Betriebsenergie und die
Energie für den Unterhalt des Gebäudes.

H

Heizkessel

Ein technisches Gerät, das die Verbrennungswärme auf das
Heizungswasser überträgt. Kessel der neueren Generation
von Weishaupt senken die Energieverluste durch effiziente
Wärmetauscher und hervorragende Wärmedämmungen auf
ein Minimum.

Heizkreise

Ein System zur Wärmeversorgung der Heizkörper- oder
Fußbodenheizungen. Dazu gehören Rohrleitungen, die
Heizkörper oder die Fußbodenheizung sowie elektrische
Pumpen (Umwälzpumpen).

Heizkurve

Über die Heizkurve (oder Temperaturkurve) wird die
Kesseltemperatur im Verhältnis zur Außentemperatur
eingestellt. Eine niedrige Außentemperatur ergibt eine hohe
Kesseltemperatur. Die Einstellung der Heizkurve ist für einen
effizienten Heizbetrieb sehr wichtig und wird bei der Wartung
präzise kontrolliert.

Heizöl EL schwefelarm

Ein hochwertiges, durch die Rohölverarbeitung gewonnenes
Produkt. Der extra leichtflüssige Brennstoff, der aus
Kohlenwasserstoffen besteht, überschreitet einen
Schwefelgehalt von 50 mg/kg nicht. Die
Mindestanforderungen an die Qualität sind in der Norm DIN
51603-EL-1-schwefelarm festgelegt.

Heizwert

Gibt die Wärmemenge an, die bei vollständiger Verbrennung
eines Kubikmeters Gas (Normzustand) oder Kilogramms
Heizöl frei wird, wenn das bei der Verbrennung entstandene
Wasser dampfförmig vorliegt. Er wird in der Einheit kWh/m3
oder kWh/kg angegeben und in Kurzform auch als Heizwert Hi
bezeichnet.

Heizenergiebedarf

Energiemenge, die dem Heizsystem pro Jahr zugeführt
werden muss, um den Heizwärmebedarf zu decken (bezogen
auf die Energiebezugsfläche; in MJ/m2). Der
Heizenergiebedarf setzt sich zusammen aus dem
Heizwärmebedarf und den technischen Verlusten der
Wärmeerzeugung, Wärmespeicherung und Wärmeverteilung.

Heizwärmebedarf

Wärme, die dem beheizten Raum während einer
Berechnungsperiode (Monat oder Jahr) zugeführt werden
muss, um den Sollwert der Raumtemperatur einzuhalten,
bezogen auf die Energiebezugsfläche (MJ/m2). Der
Heizwärmebedarf wird durch die Bilanzierung von
Wärmeverlusten (Transmission und Lüftung) und
Wärmegewinnen (solare und interne) ermittelt.

Heizwärmeverlust

Als Heizwärmeverlust wird derjenige Energieanteil bezeichnet,
der bei Gebäuden entweder als Transmissionswärmeverlust
oder als Lüftungswärmeverlust verloren geht.

Hilfsenergie

Als Hilfsenergie wird die Energiemenge bezeichnet, die nicht
zur unmittelbaren Deckung des Heizwärmebedarfs bzw. der
Trinkwassererwärmung eingesetzt wird. Hierzu zählt z.B. die
Energie für den Antrieb von Systemkomponenten:
Umwälzpumpen, Regelungen, Ventilatoren oder die
Rohrbegleitheizung bei Trinkwassererwärmung.

Holzpellets

Holzpellets sind bei hohem Druck und Temperatur zu
Stäbchen gepresste Holzspäne aus unbehandeltem Holz für
die automatische Beschickung von Pelletkesseln. Sie sind bei
einem Durchmesser von ca. 6 mm 4 – 8 cm lang und
vollständig trocken. Anfangs fielen Holzpellets als
Abfallprodukte in Sägewerken und in der Holz verarbeitenden
Industrie an und waren deshalb relativ preiswert. Sie
erzeugen nur geringe CO2-Emissionen und lassen sich in
modernen, automatisch geregelten Pellet-Zentralheizungen
problemlos verfeuern.

Holzschnitzel

Holzschnitzel aus frischem oder getrocknetem Waldholz,
meist minderwertige Äste, Kronen etc. werden durch
Schreddern oder Hacken hergestellt. Die bis ca. 4 x 10 cm
grossen Stücke sind relativ kostengünstig, aber eher
aufwändig zu lagern und werden vor allem in grossen Anlagen
verfeuert.

I

Indach

Solarkollektoren können in drei unterschiedlichen Varianten
montiert werden. Neben aufgeständerten
Flachdachkollektoren werden in Deutschland vor allem Aufund
Indach-Kollektoren montiert. Indach-Kollektoren werden,
im Gegensatz zu Aufdach-Kollektoren, in das Dach oder die
Dacheindeckung integriert. Bei einem Neubau werden
anstelle der Ziegel die Kollektoren direkt auf die Dachlatten
montiert. Indach-Kollektoren heben sich also nicht vom Dach
ab, fügen sich optisch ein und bieten Schnee und Sturm
geringere Angriffsflächen. Bei einer Modernisierung eines
Hauses mit Indach-Kollektoren werden dementsprechend
Ziegel entfernt und durch Kollektoren ersetzt.

Interne Wärmegewinne

Wärme, die während einer Berechnungsperiode (Monat oder
Jahr) innerhalb des beheizten Raums entsteht und von den
Wärmequellen des Heizsystems unabhängig ist, bezogen auf
die Energiebezugsfläche (MJ/m2). Interne Wärmegewinne
entstehen aufgrund der Abwärme von Geräten und Personen.

J

Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe bezeichnet das
Verhältnis der abgegebenen Jahresnutzwärme zur gesamten
von der Wärmepumpe aufgenommenen elektrischen Energie.

K

Kältemittel

Flüssigkeit, die zur Wärmeübertragung in Wärmepumpen
eingesetzt wird. Bei niedrigem Druck und niedriger
Temperatur nimmt es Wärme auf, bei höherem Druck und
höherer Temperatur gibt es Wärme ab. Bei diesen Vorgängen
ändert sich jeweils der Aggregatszustand.

Kohlendioxid

Kohlendioxid ist ein Gas, das bei der Verbrennung von
kohlenstoffhaltigen Stoffen entsteht. Durch die Zunahme von
Kohlendioxiden in der Erdatmosphäre entstehen
geoklimatische Veränderungen. Der Anstieg der
Erdtemperatur wird auch Treibhaus-Effekt genannt. Durch
einen reduzierten Brennstoff-Verbrauch kann Kohlendioxid
eingespart werden.

Kohlenmonoxid

Giftiges Gas, das bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen
Stoffen entsteht. Durch korrekte Brennereinstellung wird der
Ausstoß nahezu verhindert.

Kondensationswärme

Zusätzliche Wärme aus dem Abgas. Durch Abkühlen des
Abgases entsteht Kondensation, wodurch die zusätzliche
Energie frei wird. Bei Erdgas ist das zusätzliche Potenzial –
bezogen auf den Heizwert – etwa 11 Prozent, bei Flüssiggas
rund 9 und bei Heizöl 7 Prozent.

Kondenswasser

Kühlt das Abgas unter eine bestimmte Temperaturschwelle
ab, wird der darin enthaltene Dampf zu Kondenswasser. Die
bei dieser Umwandlung entstehende Energie – die
Kondensationswärme – kann genutzt werden.

Konvektion

Transport von Energie durch ein bewegtes Medium (Luft,
Wasser, Verbrennungsgase). Sehr oft wird dieser Begriff in
Zusammenhang mit Heizkörpern verwendet. Die Raumluft
bewegt sich entlang der warmen Heizkörper-Oberfläche.
Durch diese Bewegung wird Wärmeenergie übertragen.

Komfortlüftung

Der Begriff Komfortlüftung ist nicht normativ geregelt. Gemeint
ist eine einfache, qualitativ hochwertige Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung. Eine Komfortlüftung ist energieeffizient
und erfüllt hohe Ansprüche bezüglich Lärm, Luftzug und
Temperatur. Eine luftdichte Gebäudehülle minimiert den
Luftaustausch durch undichte Bauteile und Fenster. Der
erforderliche Luftaustausch muss dann durch bauliche
Massnahmen gesichert werden. Durch eine Komfortlüftung
wird verbrauchte und mit Gerüchen und Feuchtigkeit belastete
Luft aus Küchen und Bädern abgesaugt und frische Luft von
aussen in die Wohnräume nachtranspotiert. Anlagen mit
Wärmerückgewinnung gewinnen zudem die Wärme aus der
Abluft über einen Wärmetauscher zurück und übertragen sie
an die Zuluft, um den Wärmeverlust weiter zu minimieren.

L

LowNOx-Technologie

Brennertechnik, die Stickoxid-Emissionen NOx
(Mitverursacher des sauren Regens) reduziert. Durch
konsequente Weiterentwicklungen an der Brennertechnik sind
auch diese Schadstoff-Emissionen erheblich zurückgegangen.

M

Mischeinrichtung

Mechanische Bauteile in der Front eines Brenners, die eine
optimale Gemischaufbereitung von Brennstoff und
Verbrennungsluft gewährleisten.

Mischventil

Über ein Ventil wird Warmwasser und Kaltwasser
zusammengeführt und zu einer Mischtemperatur geregelt.

Minergie-Standards

Die Standards Minergie, Minergie-P, Minergie-Eco und
Minergie-P-Eco stehen für Wohnkomfort, Energieeffizienz und
Wirtschaftlichkeit. Bezogen auf die Energieeffizienz ist
Minergie der Basis-Standard, Minergie-P die hocheffiziente
Variante. Die Ergänzung Eco bezeichnet Minergie- und
Minergie-P Gebäude, bei denen auch bauökologische und
gesundheitliche Aspekte berücksichtigt sind.
www.minergie.ch

Modernisierung

Unter der Modernisierung eines Gebäudes versteht man die
Anpassung an einen zeitgemässen Standard, unabhängig von
der Nutzungsart. Modernisierungsmassnahmen im
Wohnungsbau verbessern den Wohnwert. Energetisch
wirksame Modernisierungen erfordern genügend tiefe
Eingriffe in das Gebäude. Blosse Pinselrenovationen bieten
keine brauchbare Basis.

Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn)

Die MuKEn sind ein Bauvorschriftenkatalog mit energetischen
Anforderungen für Neubauten und Erneuerungen. Ziel der
Vorschriftensammlung ist es, die Harmonisierung der
Anforderungen in der Schweiz voranzutreiben. Den Kantonen
steht es frei, einzelne Module der MuKEn in ihre kantonalen
Vorschriften zu übernehmen.

www.endk.ch

N

Nutzungsgrad (Normnutzungsgrad)

Verhältnis der abgegebenen zur zugeführten Energie in einer
definierten Periode.

Nutzenergie

Als Nutzenergie bezeichnet man die Energie, die
Verbrauchern unmittelbar zur Nutzung verfügbar ist, z.B.
Wärme oder Licht. Im Gebäude bezieht man Nutzenergie in
Form von Raumwärme, Licht, Warmwasser, Schallwellen
(Musik) oder mechanischer Arbeit (beispielsweise beim
Mixer).

O

O2

O2, Sauerstoff, ist ein farb-, geruch- und geschmackloses
Gas. Es kommt zu ca. 21 % in der Luft vor. Bei
Verbrennungsprozessen ist Sauerstoff unabdingbar.

O2-Regelung (Sauerstoff-Regelung)

Über einen O2-Sensor bzw. eine Elektrode wird die
Verbrennungsqualität gemessen. Bei Abweichungen werden
Grundeinstellungen sofort nachgeregelt. Damit werden
Emissionen reduziert und die Verbrennungsqualität und
Effizienz auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Bei
großen Brennersystemen werden über eine O2-Regelung
geringere Brennstoffverbräuche und somit geringere
Brennstoffkosten erreicht. Hinweis: O2-Sensor bei O2-
Regelung für Brenner größerer Leistung, Ionisationselektrode
bei Gasbrennwertgerät WTC (SCOT) ähnlich der Lamda-
Sonde beim KFZ-Motor.

Öl-Brennwertgerät

System, in dem umlaufendes Heizungswasser zur Beheizung
und in der Regel auch zur Trinkwassertemperierung erwärmt
wird. Das Gerät ist speziell für die Kondensation des in den
Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert und erreicht
dabei sehr hohe Wirkungsgrade. Als Energieträger wird Heizöl
eingesetzt.

Ölvorwärmer

Ein Ölvorwärmer ist ein Gerät oder Bauteil, das die Viskosität
von Heizölen verbessert. Durch eine Erwärmung wird das Öl
dünnflüssiger. Der Prozess des Ölvorwärmens kommt z. B.
bei der Verfeuerung von Schwerölen zum Tragen, da die
Viskosität der Öle nicht für eine Druckzerstäubung in den
Brennerdüsen ausreicht. Aber auch bei Brennern kleiner
Leistung, wie z. B. dem WL5-purflam®, wird Heizöl
vorgewärmt, damit die feine Zerstäubung des Öls auch nach
langen Stillstandszeiten und niedrigen
Umgebungstemperaturen gelingt. Die Vorteile sind hierbei ein
geringerer Brennstoffdurchsatz (und damit kleinere
Leistungen), eine verbesserte Verbrennung mit geringeren
Emissionen und ein besseres Startverhalten.

P

pH-Wert

Der pH-Wert ist das Maß, mit welchem die Stärke von Säuren
oder Laugen gemessen wird. Ein pH-Wert von 7 entspricht
dem neutralen Wert. Werte kleiner 7 deuten auf eine Säure,
Werte größer 7 auf eine alkalische Lösung (Lauge) hin. Bei
der Verbrennung insbesondere von nicht-schwefelarmem
Heizöl kann durch Kondensationsprozesse schwefelige Säure
oder Schwefelsäure entstehen, welche wiederum den pHWert
des Kondensats auf pH < 7 absenken. Der pH-Wert des
Kondensats von Ölbrennwertkesseln, die mit s-armem Heizöl
betrieben werden, ist vergleichbar mit dem von Gas-
Brennwertgeräten.

Plattenwärmetauscher

Ein Wärmetauscher, der aus mehreren Edelstahlplatten
besteht. Wasser wird durch diese eng aneinander liegenden
Platten geführt und erwärmt. Durch die Oberflächenstruktur
der Platten wird das durchströmende Wasser zusätzlich in
Bewegung versetzt. Diese Turbulenzen gewährleisten eine
noch bessere Wärmeübertragung. Durch die kompakte
Bauweise ist ein Einsatz auf engstem Raum (z. B. in der
Weishaupt Thermo Condens Kompakt, WTC-K) möglich.

Pelletheizung

Vollautomatische Holz-Heizung in unterschiedlichen
Leistungsklassen für kleine Wohnhäuser und große Gebäude,
die speziell auf den Einsatz von Holzpellets ausgerichtet sind.

Photovoltaik

Photovoltaik-Zellen wandeln Licht direkt in Strom um. Die
Umwandlung gelingt mit Hilfe von modernen Solarzellen.
Diese bestehen aus zwei Siliziumschichten mit
unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften. Bei
Sonneneinstrahlung entsteht am Übergang zwischen den
Schichten ein elektrisches Feld, aus dem direkt Strom
abgenommen werden kann.

Primärenergie

Als Primärenergie bezeichnet man natürliche Energiequellen,
die noch keiner Verarbeitung und Umwandlung unterworfen
wurden. Primärenergie kommt in verschiedenen Formen vor,
zum Beispiel als fossile Energie (Kohle, Erdöl oder Erdgas)
oder erneuerbare Energie (Sonnenstrahlung, Wasserkraft,
Windenergie, Biomasse u.a.).

Primärenergiebedarf

Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs
benötigt wird unter Berücksichtigung der zusätzlichen
Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten
außerhalb der Systemgrenze “Gebäude” bei der Gewinnung,
Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten
Brennstoffe entstehen. Die Primärenergie wird als
Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien wie z.B. die CO2-
Emissionen herangezogen, da der gesamte Energieaufwand
für die Gebäudebeheizung mit einbezogen wird.

R

Rücklauftemperatur

Temperatur des Heizungswassers, das aus Heizkörpern oder
Fußbodenheizungen zurückfließt. In der Regel kommen hier
niedrigere Temperaturen zurück. Bei Fußbodenheizungen ist
die Temperatur nicht höher als 30 Grad Celsius; bei
Heizkörperheizungen oftmals nicht höher als 50 Grad.

Regelungszuschlag zur Raumheizung

Die Berechnung des Heizwärmebedarfs beruht auf der
Annahme einer idealen Regelung, die in allen Räumen die
Raumtemperatur auf die Solltemperatur regelt und rasch auf
veränderte Wärmegewinne/-verluste reagiert. Der
Regelungszuschlag beschreibt den Einfluss einer nicht
idealen Regelung auf den Heizwärmebedarf.
0 K: Einzelraum-Temperaturregelung
und/oder Vorlauftemperatur θhmax = 30°C bei
Auslegungstemperatur
1 K: Referenzraum-Temperaturregelung
2 K: in den übrigen Fällen

S

Schadstoffe

Abgase, die die Umwelt belasten (Emissionen).

SCOT-System

Das SCOT-System kommt bei Gasbrennwertgeräten (WTC-
15A bis 60A) zum Einsatz. In Abhängigkeit der
Verbrennungsgüte fließt ein unterschiedlicher elektrischer
Strom über die SCOT-Elektrode, die direkt in der Flamme
positioniert ist. Der Condens Manager wertet das Signal aus
und korrigiert bei nicht idealen Verhältnissen das Gas-
Luftverhältnis über den Öffnungsquerschnitt des Gasventils.
Über den gesamten Modulationsbereich des
Brennwertgerätes werden so eine hohe Verbrennungsqualität
und niedrige Emissionen gewährleistet. Zudem ist es möglich,
verschiedene Gasqualitäten zu verfeuern, ohne Änderungen
am Gerät vorzunehmen bzw. Gerätebauteile auszutauschen.
Auch Biogaszumischungen können so ausgeregelt werden!

Soleflüssigkeit

Ein Wasser/Frostschutzmittel-Fertiggemisch. Dieses Gemisch
hat einen wirksamen Frostschutz bis -15 °C. Die
Soleflüssigkeit wird in Erdkollektoren oder Erdsonden als
Wärmeträger eingesetzt.

Stickoxide

Schadstoff-Emissionen, die den „sauren Regen“ verursachen
können (Emissionen). Unter Stickoxiden oder Stickstoffoxiden
werden die gasförmigen Oxide des Stickstoffs
zusammengefasst. Sie werden auch mit NOX abgekürzt, da
es aufgrund der unterschiedlichen Oxidationsstufen des
Stickstoffs zu mehreren Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen
kommen kann. Bei modernen Heizkesseln und
Brennersystemen liegen die Stickoxid-Emissionen z. T.
deutlich unter den geforderten Grenzwerten.

Solaranlage

Anlage zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus
Sonnenlicht.

Sommerwert

Nutzungsgrad / Jahresarbeitszahl für eine Heizung, die im
Sommer nur für die Warmwasserbereitung läuft.

Sonnenkollektoren

Sonnenkollektoren wandeln Sonnenenergie in thermische
Energie um. Sie absorbieren die einfallende Solarstrahlung
und erhitzen sich dadurch. Die Wärme wird an das Wasser
übertragen, welches durch den Kollektor fliesst und kann zur
Beheizung des Gebäudes respektive für die
Wassererwärmung eingesetzt werden.

Standardnutzung (SIA)

Für die Berechnung des Heizwärmebedarfes nach SIA 380/1
benötigt man mehrere Annahmen wie beispielsweise für die
Raumtemperatur, die Personenfläche, die Wärmeabgabe pro
Person, die Präsenzzeiten, die Abwärme von elektrischen
Anwendungen u.a. Zur Vereinfachung definiert der SIA für
diese Grössen Standardnutzungswerte, die sich je nach
Gebäudekategorie unterscheiden.

T

Taupunkttemperatur

Wird das Abgas unter eine Temperaturschwelle abgekühlt,
wird der Dampf im Abgas in Kondenswasser umgewandelt
(Kondensationswärme und Kondenswasser).

Thermo Condens

Hoch effiziente Brennwerttechnik-Systeme von Weishaupt
(Brennwertsystem).

TABS

Bei thermoaktiven Bauteilsystemen (TABS) werden die
Verrohrungen für Heizung respektive Kühlung direkt in die
Betonbauteile eingelegt (Böden/Decken). Damit nutzt man die
Speichermasse und die grossen Wärmeaustauschoberflächen
von Betondecken für die Konditionierung der Räume.

Transmissionswärmeverlust

Wärme, die während einer Berechnungsperiode (Monat) vom
beheizten Raum an die äussere Umgebung durch
Wärmeübertragung durch die Aussenbauteile abgegeben
wird, bezogen auf die Energiebezugsfläche (MJ/m2). Der
Transmissionswärmeverlust kann durch gute Dämmung
reduziert werden.

Treibhauseffekt

Wasserdampf, CO2, Methan, Lachgas, FCKW’s und andere
Gase in der Atmosphäre sind verantwortlich für den
Treibhauseffekt. Wie das Glasdach in einem Treibhaus ist die
Atmosphäre der Erde für die Sonnenstrahlung in Form von
sichtbarem Licht durchlässig, für die Wärmeabstrahlung der
Erde (und der warmen, unteren Atmosphäre) in Form von
Infrarotstrahlung aber nicht. Ohne diesen Effekt wäre die
Durchschnittstemperatur auf der Erde -18 °C. Vom Menschen
verursachte Treibhausgasemissionen – vor allem CO2 –
verstärken den natürlichen Effekt und sorgen für einen
unnatürlich hohen Temperaturanstieg.

U

Umwälzpumpen

Elektrische Wasserpumpen, die das Heizungswasser zu
Heizkörper oder Fußbodenheizung fördern.

U-Wert

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) quantifiziert den
Wärmeverlust durch ein Bauteil, in Watt pro m2 Fläche und
pro Grad Temperaturdifferenz zwischen der warmen und der
kalten Seite (W/m2K).

V

Verbrennungsgase

Produkte, die bei einer Verbrennung von Brennstoff und
Verbrennungsluft entstehen. Zum größten Teil entstehen
Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf.

Verbrennungsluft

Verbrennungsluft enthält zu 21 Prozent Sauerstoff, der bei
jeder Verbrennung benötigt wird. Zusätzlich sind 78 Prozent
Stickstoff in der Luft gebunden. Für die vollständige
Verbrennung von 1 Kubikmeter Gas oder 1 Liter Heizöl
werden etwa 10 Kubikmeter Verbrennungsluft benötigt.

Verdampfer

Ein Wärmetauscher innerhalb einer Wärmepumpe. Er
verdampft ein Kältemittel durch Aufnahme von Energie aus
der Wärmequelle.

Verdichter

Der Verdichter in einer Wärmepumpe setzt das Kältemittel
unter Druck. So wird das benötigte Temperaturniveau, das für
Heizzwecke benötigt wird, erreicht.

Verflüssiger

Der Verflüssiger ist ein Wärmetauscher innerhalb einer
Wärmepumpe. Er verflüssigt ein Kältemittel durch Abgabe von
Energie in ein Heizsystem.

Vorlauftemperatur

Temperatur des Heizwassers, das in die Heizkörper bzw.
Fussbodenheizung eingespeist wird (zurück fliesst der
Rücklauf). Für den Wirkungsgrad verschiedener
Wärmeerzeuger ist die bei der maximalen Heizleistung
erforderliche Vorlauftemperatur von Bedeutung: je tiefer,
desto besser. Tiefe Vorlauftemperaturen sind auch
komfortabler, erfordern aber grössere Heizkörper bzw. mit
kleinerem Rohrabstand verlegte Fussbodenheizungen.

W

Wärmeabgabe

Heizwärme kann über verschiedene Systeme an die Räume
abgegeben werden: Heizkörper (Radiatoren, Heizwände,
Konvektoren), Fussbodenheizung, andere Flächenheizungen
(in Wänden eingebaut), Luftheizung (nur bei sehr gutem
Wärmedämmstandard sinnvoll). Heizkörper sollten
grundsätzlich mit Thermostatventilen ausgerüstet werden.

Wärmebrücke

Wärmebrücken sind Schwachstellen in der thermischen
Gebäudehülle, über welche verhältnismässig viel Wärme an
die Umgebung verloren geht. Sie entstehen beispielsweise bei
Anschlüssen (Fenster) oder bei Bauteilen aus gut
wärmeleitenden Materialien. Es gibt konstruktive und
geometrische Wärmebrücken. Konstruktive Wärmebrücken
entstehen durch Einbauten oder Materialien mit höherer
Wärmeleitfähigkeit oder fehlender Wärmedämmung,
beispielsweise Stahlbetonbauteile, die eine gedämmte
Aussenwand durchstossen. Typische Wärmebrücken sind
auch Balkone, Rollladenkästen, Mauersohlen, Fensterrahmen
und Fensterstürze, Heizkörperbefestigungen im Mauerwerk,
Heizkörpernischen oder Deckenanschlüsse. Geometrische
Wärmebrücken ergeben sich immer dann, wenn der
Innenfläche eine größere Außenfläche gegenüber liegt, durch
die Wärme abfliessen kann, also beispielsweise an
Gebäudeecken oder Versprüngen. Das Problem: an den
Wärmebrücken sinkt die Oberflächentemperatur auf der
Innenseite stark ab. Dadurch schlägt sich an dieser Stelle
Feuchtigkeit aus der Raumluft nieder. Häufig bildet sich an
solchen meist versteckt gelegenen Stellen dann Schimmel
oder andere Kondensationsschäden.

Wärmedämmung

Umgangssprachlich auch „Isolierung“. Mit Schichten aus
schlecht wärmeleitendem (also gut wärmeisolierendem)
Material wird der Wärmeverlust durch ein Bauteil vermindert
und so Energie gespart, aber auch der Komfort erhöht (kalte
Wände etc. sind ungemütlich). Mit üblichen
Wärmedämmstoffen sind Dämmstärken von 10 bis 30 cm für
Aussenwände, Dach etc., 4 bis 12 cm für warme Leitungen
sinnvoll. Neue Vakuum-Elemente bringen die gleiche
Dämmwirkung mit etwa 5x kleinerer Stärke.

Wärmeerzeuger

Apparat, der durch Energieumwandlung Wärme bereitstellt,
z.B. durch Verbrennung (Heizkessel) oder durch einen
Wärmepumpenprozess oder durch Einfangen von
Sonnenstrahlung.

Wärme-Kraft-Koppelung (WKK)

Kombinierte Erzeugung von Wärme und Kraft (in der Regel
als Elektrizität), z.B. mittels Gas- oder Dieselmotoren, wobei
Kühlwasser- und Abgaswärme über Wärmetauscher genutzt
werden. Bei Kraftwerken mit Dampfturbinen und
Wärmeauskoppelung spricht man auch von Kraft-Wärme-
Koppelung (weil die Elektrizitätserzeugung im Vordergrund
steht) oder auch von Heizkraftwerken. Kleine kompakte
Anlagen werden auch als Blockheizkraftwerke (BHKW)
bezeichnet.

Wärmepumpe (WP)

Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt (umgebende Luft,
Grundwasser oder Erdreich) Wärmeenergie und hebt
(“pumpt”) diese in einem sogenannten Kältekreislauf auf ein
verwertbares höheres Temperaturniveau an. Als Antrieb dient
meist ein Elektromotor; als Wärmequellen “tiefe Temperatur”
kommen Aussenluft, Abluft, Erdreich/Untergrund (Erdsonden),
Grund-, Oberflächenwasser in Frage.

Wärmepumpenboiler

Kompakter Speicher-Wassererwärmer (Boiler), der auf- oder
angebaut eine Luft-Kleinwärmepumpe enthält (nur für 1 bis 3
Wohnungen). Diese erwärmt das Wasser mit 25 bis 30% des
Elektrizitätsverbrauchs eines gewöhnlichen Elektroboilers,
wobei die Umgebungsluft als Wärmequelle abgekühlt wird.

Wärmerückgewinnung (WRG)

Nutzbarmachung von Abwärme aus einer Anlage/einem
Prozess (z.B. aus Abluft oder Abwasser), meist mittels
Wärmetauscher. Wird die Wärme für einen anderen Prozess
verwendet, spricht man auch von Abwärmenutzung.

Wärmespeicherfähigkeit

Die Wärmespeicherfähigkeit gibt an, wie lange eine
Konstruktion braucht, um auszukühlen. Meist haben
Materialien mit hohem Dämmwert eine geringere
Speicherfähigkeit als Materialien mit schlechtem Dämmwert.
Die Speicherfähigkeit ist aber trotzdem für das Raumklima
wichtig, da sie Temperaturspitzen ausgleichen kann und damit
zu hohe Temperaturschwankungen vermeiden hilft.

Wärmeträger

Als Wärmeträger wird ein Stoff bezeichnet, der dem
Wärmetransport und/oder der Wärmespeicherung dient.

Warmwasserspeicher

Auch “Boiler” genannt: enthält erwärmtes Trinkwasser. Ein
Warmwasserspeicher soll etwa einen Tagesbedarf enthalten,
wenn er nur 1x täglich aufgeheizt wird (bei Elektroboilern), bei
mehrmaliger Erwärmung pro Tag entsprechend weniger.

Wirkungsgrad

Dies ist der Unterschied zwischen zugeführter und
abgeführter (genutzter) Energie. Durch tiefere
Abgastemperaturen sowie tiefere Vor- und Rücklaufgrade wird
der Wirkungsgrad bei Heizsystemen größer.

Winterwert

Nutzungsgrad / Jahresarbeitszahl für die Heizung mit/ohne
Warmwassererwärmung in der Heizperiode.

Z

Zirkulationsleitung

Die Zirkulationsleitung sorgt in einer zentralen
Warmwasserversorgung dafür, dass an den Zapfstellen auch
schnell warmes Wasser austritt, wenn der Zapfhahn geöffnet
wird. Dazu zirkuliert über die Zirkulationsleitung dauernd
Wasser zwischen dem Speicher und den Zapfstellen. Dies
verursacht trotz Isolierung bedeutende Wärmeverluste, die
aus dem Speicher gedeckt werden. Die Zirkulation des
Wassers sollte daher temperatur- oder zeitabhängig gesteuert
werden, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Bei
elektrischer Rohrbegleitheizung ist keine
Zirkulationsrückleitung nötig, aber teure Energie (Strom).